Der Dokumentarfilm von Dörte Franke zeigt den Kampf um die Anerkennung des Projekts Stolpersteine und den Widerstand dagegen. Er berichtet über das größte dezentrale Denkmal und Kunstprojekt der Welt, den persönlichen Hintergrund des Künstlers Gunter Demnig und das Gedenken der Lebenden an die von den Nationalsozialisten deportierten und ermordeten Menschen.
Vertreter des Ak "Trier im Nationalsozialismus" der AG Frieden werden nach dem Film für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen. Die AG Frieden und der Kulturverein Kürenz unterstützen das Projekt in Trier, hier wurden inzwischen rund 90 Stolpersteine verlegt www.stolpersteine-trier.de, Die AGF bietet dazu den Rundgang "Stolpersteine erzählen" an www.stattfuherer.de.
Der Film läuft am Freitag 13. November 2009 um 19.30 Uhr im Premiumkino Broadway Paulinstr. Trier, Eintritt 5,- €.
Hintergrundinformationen:
Im Zentrum des Dokumentarfilms „Stolperstein“ (Deutschland, 2007, 52mn) von Dörte Franke steht Gunter Demnig, Konzeptkünstler mit Cowboyhut, der mittlerweile über 12.000 Namen der sechs Millionen, zum großen Teil vergessener Nazi-Opfer in die Bürgersteige Deutschlands und Europas einbetoniert hat. Dörte Franke begleitet ihn bei seiner Fahrt zu Angehörigen und Helfern. Sein Projekt wird von Neonazis bekämpft, Einigen Vertretern der Jüdischen Gemeinde abgelehnt und ist mancherorts sogar verboten. Doch hinter jedem Stolperstein stehen engagierte Helfer und private Spenden und Paten. In den letzten Jahren hat sich vieler Orts eine Bürgerbewegung formiert, die täglich weiter wächst. Der Film ist sowohl Künstlerporträt als auch Roadmovie und zugleich die Geschichte des größten, dezentralen Denkmals der Welt. Dörte Franke begleitet einen rastlosen Künstler, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, ausgelöschte Biografien zurück in den Alltag zu bringen. Der Film führt zu Menschen, bei denen diese Minidenkmäler auf ganz unterschiedliche Weise einen Nerv treffen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stolperstein_(Film)
