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Region Östliches Württemberg

Presseartikel zum Workshop der Friedenswerkstatt Mutlangen

Zur Veränderung anstiften - Lokale Friedensarbeit stärken

In vielen Städten und Gemeinden gibt es lokale Friedensgruppen, die sich in unterschiedlicher Art mit Themen wie Deeskalation und Gerechtigkeit, Abrüstung oder Menschenrechtsfragen beschäftigen. Die Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden (AGDF) eine Organisation der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Initiativen durch das Projekt „Zur Veränderung anstiften - Lokale Friedensarbeit stärken“ gezielt zu unterstützen. Die Friedenswerkstatt Mutlangen beteiligt sich seit einem dreiviertel Jahr an dem Projekt. Sie organisiert Workshops und lädt andere Friedensinitiativen zum Dialog ein

Die Ostermärsche in der ganzen Bundesrepublik haben gezeigt, dass viele Menschen ein großes Interesse daran haben, dass die Konflikte auf unserer Erde mit nicht-militärischen Mitteln gelöst werden. Denn durch Einsatz von Gewalt und militärische Intervention entstehen immer wieder neue Konfliktherde. In den 80er Jahren hatte die Friedensbewegung in Deutschland sehr großen Zulauf. Europa war direkt durch die Massenvernichtungswaffen der damaligen Großmächte USA und UDSSR bedroht. Heute ist diese Bedrohung für Europa nicht direkt spürbar, aber die Probleme sind unüberschaubarer geworden, die Konflikte sind vielschichtiger und nach wie vor präsent.

Lokale Friedensgruppen arbeiten heute in verschiedensten Bereichen.

Menschen lernen Methoden gewaltfreier Kommunikation und Konfliktbearbeitung kennen oder suchen Frieden in sich selbst. Sie treten bei Informations- oder Protestveranstaltungen aktiv für eine gerechte Welt ein und sagen Nein zur Erhöhung der Mittel für Rüstungsausgaben oder sie demonstrieren gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Andere Initiativen setzen sich für eine Welt ein, in der Armut oder Missachtung der Menschenwürde der Vergangenheit angehören.

Die Friedenswerkstatt der Mutlanger Pressehütte hat nun im Rahmen des Projektes “Zur Veränderung anstiften – Lokale Friedensarbeit stärken“ zum zweiten Mal Friedensgruppen aus der Region Östliches Württemberg zu einem Workshop eingeladen, der den Austausch unter den Gruppen zum Inhalt hatte. Inhaltliches Schwerpunktthema war dieses Mal der Dialog mit Entscheidungsträgern. Durch die Begleitung eines Referenten der Organisation Results und die Methode der kollegialen Beratung konnten neue Handlungsperspektiven und Ideen für die lokale Friedensarbeit entwickelt werden.

Wichtiges Fazit für die TeilnehmerInnen war die Erkenntnis, dass es möglich und wichtig ist, mit Entscheidungsträgern unmittelbar in den Dialog zu treten, um die demokratischen Mitgestaltungsmöglichkeiten umfassender auszuschöpfen als lediglich mit einigen Kreuzen auf dem Wahlzettel . Besonders wertvoll wurde die Web-Seite www.abgeordnetenwatch.de bewertet. Sie bietet allen BürgerInnen die Möglichkeit, den Dialog mit den Abgeordneten im Bundestag aufzunehmen. Auch einzelne friedensbewegte Menschen können sich an dem Netzwerk beteiligen.

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Leiste mit verschiedenen Bildern aus den beteiligten Projekten
Friedensfahne